Eine Türe zum Irrtum wurde geöffnet!



Leider wurde in Amoris Laetitia im achten Kapitel eine Türe zum Irrtum geöffnet, der sich nun sozusagen wie offiziell ausbreiten kann. Er war bereits schon vorher in dem Ungehorsam wirksam, der nicht selten in Bezug auf den Sakramentenempfang von sog. Wiederverheirateten Geschiedenen praktiziert wurde.

Kardinal Müller, der römische Glaubenspräfekt, dem ein Duplikat des Schreibens der vier Kardinäle zugestellt wurde, ist bisher vom Papst nicht für eine Antwort an die vier Kardinäle autorisiert worden. Er betonte jedoch, dass das Schreiben AL nicht so interpretiert werden dürfe, als seien frühere Aussagen von Päpsten und der Glaubenskongregation nicht mehr gültig. Ausdrücklich nannte er die offizielle Antwort der Glaubenskongregation auf das Hirtenschreiben der drei süddeutschen (oberrheinischen) Bischöfe von 1994 zum Kommunionempfang von Wiederverheirateten Geschiedenen. Darin lehnte Kardinal Joseph Ratzinger als damaliger Präfekt der Kongregation den Vorstoß der Bischöfe ab, den Betreffenden in Einzelfällen den Kommunionempfang zu ermöglichen. Der nachfolgende link führt zu diesem Schreiben, das für die gegenwärtige Auseinandersetzung äußerst wichtig ist!

Der Hinweis auf das Schreiben der Glaubenskongregation ist bezeichnend, denn hier wurden bereits alle Argumente widerlegt, die auf eine veränderte Praxis abzielten und die irrtümlichen Ansichten der oberrheinischen Bischöfe zurückgewiesen. Jetzt aber haben sie aber über die Bischofssynoden und das Schreiben Amoris Laetitia Eingang gefunden und die Tragik besteht darin, daß dieser Irrtum von der Kirchenleitung gefördert wird.

Wie wird der Herr damit umgehen und alles in seine Pläne integrieren? Sicher werden wir jetzt keine letzte Antwort finden, sondern erst dann verstehen, wenn es uns vor Augen steht. Doch hoffe ich, daß der Klärungsprozeß tiefgehend wird. Es sind viele Missstände in der Kirche, welche das Zeugnis der Kirche verdunkeln und sie von innen schwächen. Die Entweltlichung der Kirche, welche Papst Benedikt angemahnt hat, betrifft viele Bereiche. Die Kirche muß den Mut und die Überzeugung haben, sich nicht weiter der Welt anzugleichen und den bereits eingedrungenen inneren Verweltlichungsprozeß überwinden. Aus der innersten Verbindung mit dem Herrn wird sie die Kraft schöpfen, dem Geist des Antichristen zu widerstehen!

Die Türe zum Irrtum muß jedoch wieder geschlossen werden und das ist die Aufgabe des Papstes. Deshalb braucht es das beharrliche Gebet der Gläubigen, daß Papst Franziskus dies erkennt und vollzieht. Noch ist diese Möglichkeit vorhanden! Doch sollte sich die gegenwärtige Situation nicht mehr lange hinziehen, da sie eine Schwächung für die Kirche bedeutet. Diese braucht aber ihre ganze Kraft, um dem immer mehr um sich greifenden antichristlichen Geist widerstehen zu können. Da darf sie nicht von innen durch Irrtümer korrumpiert sein! Der gegenwärtige Reinigungsprozeß - so schmerzlich er auch sein mag - kann zum Erwachen vieler Gläubiger führen, ihre Kirche gegen Irrtümer zu verteidigen, gerade auch wenn sie aus dem Inneren der Kirche erwachsen!

Wichtig ist, daß die Klärung der Situation mit dem Papst und nicht gegen ihn erfolgt. Papst Franziskus braucht unser Gebet, um das er selbst immer wieder bittet. Aber auch die vier Kardinäle brauchen unser Gebet, damit sie allen Anfeindungen zum Trotz daran festhalten, daß die Klärung für die ganze Kirche nötig ist. Auch wenn ihr Schritt zur Veröffentlichung von vielen kritisiert werden mag: ich halte ihn für richtig, ja für notwendig. Die Kirche befindet sich derzeit in einem Notstand und die Gläubigen brauchen eine Stimme in der Hierarchie. Diese ist ihnen in den vier Kardinälen gegeben worden!

Elija aus Jerusalem