Kardinal Burke möchte nach Epiphanie eine formale Correctio fraterna für Papst Franziskus, wenn keine Antwort auf die Dubia kommt!


Es deutet sich ein weiterer Schritt in der Auseinandersetzung um Amoris laetitia an. Manche meinen, daß dieser Schritt das Papstamt beschädigt und dies Kardinal Burke mit seinen Mitstreitern nicht zustehen würde.

Schade ist es, daß oft Stellungnahmen kommen, die leider nicht der Polemik entbehren. Auf diese Weise werden evtl. sachliche Argumente von der Polemik überschattet, und man muß sie mühsam aus dem verzerrten Umfeld befreien.
Meist ist es jedoch so, daß Polemik da eingesetzt wird, wo die Argumente fehlen!

Ich persönlich hoffe, daß keine formale Korrektur kommen muß und sich vorher ein Weg der Verständigung ergibt. Doch könnte ich auch hinter einem solchen Schritt einer „correctio fraterna“ stehen.

Eine „correctio fraterna“ soll einem Bruder helfen, wieder in die rechte Spur zu kommen. Im Falle von Amoris laetitia und den damit verbunden Fragen ist zu befürchten, daß der Papst einem Irrtum erlegen ist und dieser Irrtum sich nun – mit päpstlicher Unterstützung – in der ganzen Kirche ausbreitet. Das ist allerdings ein erschreckendes Szenarium!

Wie Kardinal Burke in verschiedenen Interviews klarlegt, sieht er darin eine Gefahr für die Gläubigen ihrerseits in einen schweren Irrtum zu geraten!
And here we’re talking about the salvation of souls, people being led into error in matters which have to do with their eternal salvation“
und:That we’re very deeply concerned about the truth of the doctrine of the faith and its integrity is not a sign of illness. What will we do? We have to continue to serve the truth with charity and so especially those of us who are cardinals, who are the principal advisors of the Holy Father, have a very solemn obligation to defend the Church from these kind of attacks at her very foundation. I mean, we have to remember that we’re talking about teaching about marriage and its fruit, the family, and to attack that teaching is to destabilize the whole Church and society in general.“ (Quelle:Lifesitenews 16. Dezember)

Aus dieser Sorge heraus handelt Kardinal Burke. Manche kritisieren, daß dies öffentllich geschieht. Dem ist entgegenzuhalten, daß ja alle Schriften, Stellungnahmen und Diskussion über dieses Thema öffentlich sind. So ist auch der Irrtum öffentlich! Deshalb ist es wichtig, die Aufdeckung eines Irrtums öffentlich zu vollziehen, damit die Gläubigen davon Kenntnis erhalten!

Die „correctio fraterna“ wird nur nötig, wenn es keine Antwort von päpstlicher Seite gibt! Die Liebe zum Papst zeigt sich gerade auch darin, daß man Verantwortung übernimmt, wenn man unklare Formulierungen im Text von Amoris laetitia sieht. Besser der Papst korrigiert die fraglichen Stellen, als daß sie weiter für Irritationen sorgen. Besser also eine correctio fraterna, als ein beklemmendes Schweigen und die Weiterverbreitung eines - wie ich meine - Irrtums!

Bleibt zu hoffen, daß es nicht so weit kommen wird! Das ist mein Gebet!

Elija aus Jerusalem